Es war 1993 -- unmittelbar nach den großartigen Lebenszeichen von Norwegerbands wie Darkthrone, Emperor, Mayhem, Immortal -- als sich zwei Teenager namens Satyr und Frost mit ihrem Debütalbum Dark Medieval Times in die Herzen der noch jungen Black-Metal-Szene spielten. Satyricon verstanden es von Beginn an, Black Metal doppelt zu definieren. Einerseits wollte man die kalte, ungezügelte, rohe und klirrende Atmosphäre dieser Musik einfangen und schnelle, heftige und schnörkellose Gewalt in Töne verwandeln. Andererseits vertrat Satyr schon immer die Auffassung, dass Black Metal eine spirituelle Form von harter Musik sei. Und so finden wir auf dem -- teilweise wahrhaft räudig produzierten -- Album misanthropische, traurige Keyboard-Harmonien, die sich mit der metallischen Raserei gut ergänzen. In Bezug auf die Tasteninstrumente standen damals zweifelsohne Burzum Pate, so groß sind die Parallelen. Sei's drum: Mit Dark Medieval Times machte sich eine junge Band auf den Weg gen Spitze des nordischen Black Metal. Und die Geschichte zeigt, dass Satyricon mittlerweile bei den ganz Großen angelangt sind. --Wolf-Rüdiger Mühlmann
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